Diese Seite ist für den geschrieben, der Alkoholprobleme hat.

 

Liebe Freundin, lieber Freund,

wir kennen uns nicht. Bei dem, was ich Dir hier schreiben will, bin ich ein wenig auf Mutmaßungen angewiesen. Aber ich denke, ich treffe es einigermaßen. Wenn also der folgende Absatz (in brauner Schrift) Deine Situation einigermaßen beschreibt, dann bist Du hier richtig.

Die Situation:
entweder:
Du hast bemerkt, daß Dein Alkoholkonsum seit geraumer Zeit recht hoch geworden ist. Nun fragst Du Dich, ob da die Grenze zum Unnormalen, zum Krankhaften vielleicht schon überschritten ist. Du hast schon versucht, weniger zu trinken, oder es zumindest für eine gewisse Zeit ganz bleiben zu lassen. Aber dann ist doch etwas dazwischen gekommen. Jedenfalls hat es mit dem Aufhören oder dem Wenigertrinken nicht geklappt. Du hast Angst, ein Alkoholiker zu sein.

oder:
Du hast erkennen müssen, daß Du nicht mehr frei bist im Umgang mit alkoholischen Getränken. Du weißt für Dich, daß Du abhängig geworden bist von diesem Stoff. Du hast eine furchtbar schwere Zeit hinter Dir und weißt nicht, wie es weitergehen soll. Ohne Alkohol kannst Du nicht mehr leben - doch mit dem Zeug ist es auch kein Leben. Du hast Angst.

Wenn das erst mal so einigermaßen stimmt, lies diese Seite bitte weiter. Lies bitte auch die Abschnitte genau, die nicht so recht auf Dich passen, Du wirst merken, daß es wichtig ist. Ein Tipp: Das Folgende ist etwas länger. Beende doch die Verbindung zum Internet - das spart Geld, und Du kannst ganz in Ruhe lesen, ohne auf die Kosten zu sehen. Später kannst Du dann die Verbindung wieder aufnehmen und auf diesen Seiten oder an anderer Stelle weitersuchen.

Es ist gut, daß Du hier auf diese Seite gekommen bist.
Du bist hierher gekommen, weil Du angefangen hast, über Dich und Dein Leben nachzudenken. Du möchtest gerne erfahren, warum so viele Dinge in Deinem Leben nicht in Ordnung sind, warum so vieles, was früher selbstverständlich war, heute nicht mehr gelingt, warum so viele Menschen Dich nicht verstehen.

Auf der anderen Seite verstehst Du auch die Menschen um Dich herum nicht mehr. Sie scheinen etwas gegen Dich zu haben, vertrauen Dir nicht (mehr) oder haben Dich gar betrogen und verraten. Es ist, als habe sich alles gegen Dich verschworen.
 Was ist bloß los?

Zunächst einmal: Es gehört sehr viel dazu, wenn einer erkennt, daß er sich hier auf dieser Seite um Informationen und Hilfe kümmern muß! Wenn Du diese Seite liest, hast Du Dir selbst eingestanden, daß mit Deinem Trinken etwas nicht stimmt, und daß Du so einfach nicht davon loskommst. Du weißt es vielleicht noch gar nicht, aber das ist eine ganz besondere Leistung. Damit hast Du einen der wichtigsten Schritte, und auch einen der schwersten, bereits getan! Respekt!

Aber auch dies gehört hier an den Anfang: So wichtig und schwer dieser Schritt für Dich auch war - es müssen weitere folgen! Und das kann jetzt nach und nach geschehen. Eins nach dem anderen. Und wir beide wissen jetzt, daß Du das Zeug dazu hast.

Du fühlst Dich elend oder noch schlimmer.
Ich werde sehr ehrlich zu Dir sein: Das, was vor Dir liegt, wird eine Menge Kraft kosten, ganz gleich, welchen Weg Du wählen wirst. Und es gibt - genau genommen - 2 Wege, zwischen denen Du wählen kannst: den Weg zurück ins Leben und den Weg zum sicheren Sterben.
Der Weg ins Leben dauert seine Zeit und kostet richtig Kraft und manchmal auch Mut. Der Kampf gegen die Sucht fordert den ganzen Menschen - es geht schließlich um Dein ganzes Leben!
Der andere Weg ist der, wenn Du diesen Kampf nicht aufnimmst. Es ist der Weg ins sichere Sterben. Ich weiß von Fachleuten, daß ein Alkoholiker, der ungefähr da steht, wo Du jetzt bist, eine durchschnittliche Lebenserwartung von 7 Jahren hat. Viel nachdrücklicher als diese Zahl ist mir selbst die Erinnerung an einen Alkoholiker, der nicht aufhören wollte mit dem Trinken, an dessen Sterbebett ich mit die Totenwache gehalten habe, dem ich schließlich die Augen geschlossen habe, nach seinem letzten Atemzug. So möchte ich nicht sterben müssen! Seitdem bin ich sicher: Dieser Weg ist auch nicht leichter als der Weg aus der Sucht!

Jetzt, wo Du um Dein Problem weißt, ist dies Deine Situation: Was immer Du tust, Du entscheidest Dich für einen dieser beiden Wege.

Mir fällt ein Wort in bayrischer Mundart ein: "Säufst' stirbst. - Säufst' net - stirbst a'!" heißt es da. Und der Blödmann, der das erfunden hat, fährt fort: "...also säufst'!" Aber ich frage Dich: Willst Du wirklich sterben, ohne vorher gelebt zu haben?

Wenn Du diese Frage mit "JA!" beantwortest, dann bist Du ein ausgemachtes Weichei, ein erbärmlicher Schlappschwanz. Klick Dich hier raus und mach Schluß!


Du bist noch da? Du sagst: "Nein - ich will leben! - ich weiß nur noch nicht, wie das geht?" - dann hast Du gerade einen Freund gewonnen und (wenn Du willst) einen Mitstreiter auf Deinem Weg - ich heiße Lüder.
Spätestens jetzt hast Du begonnen, um Dein Leben zu kämpfen - einen Kampf, der aller Ehren voll ist!

Ja, ich weiß: Du fühlst Dich zu schwach für diesen Kampf. Das kann gar nicht anders sein. Du hast ja schon gemerkt, wie stark der Alkohol ist und die Sucht, und wie wenig Du dem entgegenzusetzen hast. Und wenn Du bis hierher gekommen bist, dann hast Du Dich entschieden, das Unmögliche, das Unvorstellbare zu wagen: Ein Leben ohne Alkohol, eben: trocken-leben!

Bisher hast Du alleine gekämpft - und immer wieder verloren. Das entmutigt ungemein und stärkt vor allem dies: die Verzweiflung. Und das ist gut!! Laß sie gelten, Deine Verzweiflung! Denn aus der Verzweiflung wird Dir der Helden-Mut erwachsen, den Du brauchst. Helden sind doch gerade darum so mutig, weil sie in ihrer Verzweifelten Situation gar nicht anders können, als mutig zu handeln! Und Du hast - weil Du leben willst - keine andere Wahl als diese: Ein Held zu werden. (Weiter unten wirst Du mehr dazu erfahren.)

Zwei Dinge sind jetzt ganz besonders wichtig:

  1. Bekenne Dich dazu, ein Alkoholiker zu sein!

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    Das wohl Schwerste in unserem Leben als Alkoholiker ist es, dieses zuzugeben, vor uns selbst, vor unserer Familie und vor unserer Umwelt.
    Aber sei gewiß: Deine Familie weiß es wahrscheinlich längst und Deine Umwelt auch. Sie alle haben lange Zeit schon gemerkt, daß Du ungewöhnlich viel, ungewöhnlich oft und zu ungewöhnlichen Tageszeiten getrunken hast. Ganz oft haben sie dazu geschwiegen, aus (falscher) Rücksicht auf Dich, oder weil sie das Gefühl hatten, daß es doch nichts bringen würde.
    Viele wissen oder ahnen es bereits - Du sagst ihnen in der Sache also nichts Neues.
    Wenn Du Dich selbst als Alkoholiker zu erkennen gibst, sagst Du aber doch etwas Neues. Nämlich: "Ich habe es erkannt. Und ich verheimliche es nicht." Das ist neu, denn bisher hast Du alles getan, um es zu verheimlichen; hast gelogen und Dir und den anderen etwas vorgemacht.
    Die Menschen werden merken, daß Du nun anfängst, ehrlicher zu werden. Wenn Du es sagen kannst, dann ist die Katze aus dem Sack, dann liegt es auf dem Tisch, und nach und nach könnt ihr anfangen, über Euch zu reden. Und es gibt sehr viel zu sagen!

  2. Erkenne, daß Du alleine verloren bist!

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    Du brauchst Hilfe! So wie der Zuckerkranke natürlich einen Arzt braucht oder der, der sich ein Bein gebrochen hat, so brauchst auch Du fachkundige Hilfe. Diese Hilfe steht Dir zu! Schäme Dich nicht, sie in Anspruch zu nehmen. Kein Diabetiker und kein Krebskranker schämt sich für seine Krankheit. Warum Du? Wer krank ist muß zum Arzt. Kein Mensch würde es verstehen, daß ein Schwerkranker nicht zum Arzt ginge, weil er Angst hätte, daß die Behandlung unangenehm würde. Wenn die Behandlung das Leben retten kann, ist das die Sache wert.

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    Du brauchst Hilfe um

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    das Gift Alkohol aus Deinem Körper zu bekommen
    Dies ist die medizinische Seite. Alkohol ist ein Giftstoff. Der erste Schritt zu Deiner Rettung muß darin liegen, dieses Gift aus Deinem Körper zu bekommen. Dafür sorgt der Körper selbst, indem er das Gift nach und nach abbaut.
    Nüchternheit ist die Voraussetzung für alle weiteren Schritte. Viele Fachkliniken zur Therapie nehmen alkoholisierte Patienten darum erst gar nicht auf.
    Aber Vorsicht! Lebensgefahr!! Nach einer längeren Zeit mit hohem Alkoholkonsums ist es für Deinen Körper "Schwerstarbeit", sich auf ein Funktionieren ohne Alkohol wieder umzustellen. Vor allem im Gehirn hat der Alkohol wichtige Aufgaben übernommen. Er hat einen wichtigen Stoff, der die Verbindung zwischen den Gehirnzellen herstellt, verdrängt, und dessen Funktion übernommen. Dadurch kommt es, daß Du nach dem Aufstehen (also mit recht wenig Alkohol im Blut) zittrige Hände hast, und auch sonst nicht so richtig funktionierst. Das sind die "Entzugserscheinungen": Der Botenstoff im Gehirn ist nicht verfügbar, und Alkohol ist zu wenig da. Also klappt es im Gehirn nicht richtig. Du hast es ja oft genug erlebt: Wenn Du dann morgens das erste Glas getrunken hast, hört das Zittern auf, Du fühlst Dich besser. Die Verbindung zwischen den Gehirnzellen klappt wieder einigermaßen.
    Das Gehirn kann sich aber wieder auf "normal" umstellen und diese Botenstoffe nach einer gewissen Zeit ohne Alkohol wieder in ihre alte Funktion zurückholen. Das dauert aber länger, als der Körper braucht, den Alkohol abzubauen. Diese Zeit ist gefährlich! Der Entzug sollte darum unbedingt unter ärztlicher Aufsicht geschehen! Es besteht im Entzug vor allem die Gefahr von Krampfanfällen (epileptischen Anfällen) oder dem Delirium tremens, das eine absolut lebensgefährliche Situation darstellt.
    Im Krankenhaus kann Dir der Arzt Medikamente geben, die das Gehirn vor solchen Gefahren schützen. Darum gibt es heute auch Therapiezentren und Fachkrankenhäuser, die noch nicht trockene Patienten lieber alkoholisiert aufnehmen, als daß sie diese zwingen, zu Hause, ohne ärztliche Hilfe und mit den geschilderten Risiken, den Entzug durchzuführen.
    Hinzu kommt, daß Du in der geschützten Atmosphäre des Krankenhauses nicht in Versuchung kommst, dem einsetzenden Saufdruck nachzugeben - es gibt dort keinen Schnaps!

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    zu lernen, künftig ohne Alkohol zu leben.
    Wenn der Entzug geschafft ist, also nach 10-14 Tagen, gilt es, nicht wieder zu trinken. Es ist unweigerlich so: Ein erster Schluck zieht weitere nach sich! Zu glauben, daß es einem gut geht, und man wohl ein Bier trinken kann, ist der Irrtum, dem die meisten von uns schon auf fatale Weise erlegen sind. Das geht nicht!!! Wir haben - das ist das Wesen des Alkoholismus - es verlernt, nach einer bestimmten Menge aufzuhören! Also: Hände weg vom ersten Glas!!
    Dies ist für Dich wie für jeden Alkoholiker unvorstellbar, daß man das lernen kann: ohne Alkohol zu leben. Aber es geht. Sonst säße ich jetzt nicht hier und würde Dir diese Zeilen schreiben!

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    Kaum einer schafft es ganz allein, sich dauerhaft auf ein Leben ohne Alkohol umzustellen. Dazu gehört, daß man ein paar wenige Dinge über diese Krankheit lernt. Dazu gehört auch, daß man eine ganze Menge über sich selbst lernt und erfährt. Und ich sage Dir, es ist erstaunlich, was man alles über sich selbst erfahren kann. Es ist ein absolut großartiges Abenteuer!
    Ich kann jedem, also auch Dir, mein unbekannter Freund, nur raten, sich in einer guten Fachklinik um eine Therapie zu bemühen. Die beste Unterstützung dazu findest Du in einer Sucht- und Drogenberatungsstelle (mehr dazu unten).

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    Entgiftung und Therapie dauern zusammen einige Monate. Oft liegt zwischen beiden auch noch etwas Zeit, wenn ein Therapieplatz nicht gleich nach der Entgiftung frei ist. Da liegt der Gedanke nahe, das Ganze auf die lange Bank zu schieben. Und wer kann schon 3-4 Monate von zu Hause weg, oder von der Arbeit (wenn man die noch hat).
    Aber solche Gedanken sind der nackte, selbstmörderische Wahnsinn!! Wer so denkt (ich weiß das, denn ich selbst habe früher so gedacht!) - wer so denkt, hat den Ernst seiner Lage noch nicht begriffen!: Du ringst mit dem sicheren Tode!! Du hast nur dies eine Leben, das es zu retten gilt. Was für ein Unsinn, sich da Gedanken zu machen über die Wohnung, die Blumen, den Hund, das Auto oder den Job! Das alles ist ersetzbar, ja, das meiste davon ist auch noch da, wenn Du aus der Therapie wieder nach Hause kommst. Und selbst, wenn nicht: Was hat Dein Hund davon, wenn Du Deine Chance nicht ergreifst und dem Suff erliegst? Nichts, aber auch rein gar nichts ist annähernd so wichtig, wie, daß Du lernst, trocken zu leben! Erst, wenn Du keine Ausrede mehr gelten läßt, wenn Dir alles andere völlig egal ist und Du alles andere der notwendigen Therapie bedingungslos unterordnest, erst dann hast Du begriffen. Und erst dann hast Du eine wirkliche Chance zu leben! 

    Dann aber ist diese Chance groß.
    Dann beginnt DEIN neues Leben - und das kann so herrlich sein!!!

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Wie nun können Deine nächsten Schritte aussehen, die nächsten Stunden oder Tage?

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Sprich mit den wichtigen Menschen in Deinem Leben. Das ist nötig, denn Du brauchst sie nach Möglichkeit als Verbündete auf Deinem Weg.

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Du hast noch Alkohol im Haus, im Auto, in der Garage oder sonstwo? Wenn es Dir ernst ist, schmeißt Du ihn weg. (Nicht trinken, wegschütten!!)

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Wende Dich an eine Drogenberatungsstelle oder an Deinen Hausarzt. Wenn Du jetzt noch trinkst oder getrunken hast, helfen sie Dir bei dem Gang in die Entgiftung.

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Besuche regelmäßig die Drogenberatung. Einmal in der Woche sollte es schon sein. Du brauchst unabhängige Hilfe und Verständnis dabei, Dein neues, trockenes Leben zu gestalten und alle Klippen zu umfahren.

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Versuche in allem, was Du tust und redest, absolut ehrlich zu sein.

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Suche Dir eine Selbsthilfegruppe für Alkoholiker. Adressen erfährst Du am Besten bei der Drogenberatungsstelle in Deiner Nähe (Telefonbuch). Und dann geh da hin! Auch, wenn es Dir erst komisch oder blöd vorkommt. Du wirst später begreifen, wie wichtig das ist. Geh hin! - Vertrau mir einfach, O.K.?

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So, und nun das Vorletzte für heute:
Wenn Du aus der Scheiße raus willst und jetzt, in dieser Stunde, keinen andern hast zum Reden oder keinen, der Dich versteht, dann benutze Deinen PC. Schreib mir Deine Fragen oder was sonst mit Dir los ist als E-Mail. Schreib Dir alles von der Seele. Ich antworte so schnell wie möglich, es dauert wahrscheinlich höchstens einen Tag.

So, meine Freundin, mein Freund, jetzt bist Du dran. Du hast nichts zu verlieren - aber alles zu gewinnen.
Alles Gute!

Lüder

Ach so, das beste zum Schluß, die Sache mit dem Helden. Ein berühmtes Wort eines berühmten Mannes, Friedrich von Bodelschwingh:

 

Wenn Du einem geretteten Trinker begegnest,

dann begegnest Du einem

 

Helden.

 

Es lauert in ihm schlafend der Todfeind.

Er bleibt behaftet mit seiner Schwäche

und setzt seinen Weg fort

durch eine Welt der Trinkunsitten,

in einer Umgebung, die ihn nicht versteht,

in einer Gesellschaft, die sich für berechtigt hält,

in jämmerlicher Unwissenheit auf ihn herabzuschauen

als auf einen Menschen zweiter Klasse,

weil er es wagt, gegen den Alkoholstrom zu schwimmen.

 

Du sollst wissen:

Er ist ein Mensch erster Klasse!

 

(Friedrich von Bodelschwingh)

 

Ich wünsche Dir von Herzen, daß diese Worte Deine Zukunft beschreiben.

Lüder